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UNSERE FAMILIENBRIEFE

Seit dem CORONA - Lockdown veröffentlichen wir regelmäßig unsere bik - Familienbriefe. Im folgenden finden Sie alle bisher erschienenen Elternbriefe als pdf - Dokument zum Download. Zu jedem Elternbrief gehört ein Kinderbrief, den Sie auf den Kinderseiten dieses BLOGs herunterladen können.

Den jeweils aktuellen Elternbrief können Sie hier direkt im Anschluss lesen. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen!

 

Wir freuen uns über Feedback, Anregungen und Kritik! Schreiben Sie uns eine Mail an:

 

Das Redaktionsteam: Christiane Weigel (Fachberatung), Ursula Trüper & Ulrike Marte (zusätzl. Fachkräte)

Die BIK-Familienbriefe sind ein Projekt im Rahmen des Bundesprogramms "Sprach-Kitas"

 

 

 

13. Elternbrief: WEIHNACHTEN

 

 

bik

Berlin, 10.12.2020

 

 

Liebe Familien,

 

erinnern Sie sich noch an einige der großen und kleinen Wünsche, die Sie als Kind hatten? Vor allem in der Vorweihnachtszeit fallen uns manchmal wieder eigene kindliche Wünsche ein. Manche sind in Erfüllung gegangen, aber natürlich nicht alle.

Was Sie sich zurzeit vermutlich am dringendsten wünschen, ist Gesundheit für Sie und Ihre Familie. Und dass die Corona-Zeit mit ihren Beschränkungen endlich ein Ende haben möge.

Was für ein Weihnachtsfest, dieses Fest 2020! Hätten Sie sich vor einem Jahr träumen lassen, dass Sie Weihnachten 2020 überlegen müssen, ob Sie überhaupt mit Ihrer ganzen Familie feiern können? Dass Sie entscheiden müssen, ob Sie Oma und Opa oder Onkel und Tante zum Adventskaffee einladen? Dass Sie immer noch nicht genau wissen, wie viele Personen Sie an Silvester zu Gast haben dürfen?

Dazu die Sorgen, die immer mitschwingen: wie steht es mit meinem Arbeitsplatz? Kann ich auch in der nächsten Woche noch meine Kinder in die Kita oder in die Schule schicken, oder wird die Gruppe bzw. Klasse geschlossen? Hat sich jemand aus der Familie einfach eine Erkältung eingefangen, oder sind das die ersten Symptome von Corona? Und ist Oma im Pflegeheim noch gesund? Wie wird sich die wirtschaftliche Situation weiter entwickeln, für uns persönlich, für Deutschland und weltweit?

Corona macht es uns schwer vorfreudige Geheimnistuerei und festliche Stimmung aufkommen zu lassen. Wir hoffen und wünschen Ihnen, dass Sie trotz allem viele schöne Feiertagsmomente mit ihren Kindern erleben können! In diesem Familienbrief haben wir einige Anregungen für Geschenke zusammengestellt, die wenig Geld kosten, aber viel Freude bereiten können. Und denken Sie daran, auch sich selbst immer mal wieder etwas zu schenken.

 

 

Eine schöne Adventszeit, fröhliche und gesunde Feiertage wünschen Ihnen

 

 

 

Mirjam Spitalsky                           Annika Pöhnisch, Cornelia Windt und Christiane Weigel

Geschäftsführung                                                                     Fachberatungen            

 

 

Die BIK-Familienbriefe sind ein Projekt im Rahmen des Bundesprogramms Sprach-Kitas.

Redaktion: Christiane Weigel (Fachberatung), Ursula Trüper & Ulrike Marte (zusätzl. FK)

 

Opas Geschenk

https://static.chefkoch-cdn.de/ck.de/rezepte/44/44797/848649-960x720-lebkuchen-knusperhaeuschen.jpgMeine schönste Erinnerung an ein Geschenk ist an eines, das ich gar nicht bekommen habe. Ich war ungefähr 4 Jahre alt und mein von mir geliebter Opa war bei uns zu Besuch. Es war in der Vorweihnachtszeit und wir gingen spazieren durch die Straßen der Kleinstadt, in der ich aufgewachsen bin. Es dauerte nicht lange, und wir kamen an einer Apotheke vorbei. Im Schaufenster dieser Apotheke stand das allerwunderwunderschönste Knusper-häuschen, das ich jemals gesehen hatte. Es war über und über mit Plätzchen beklebt, Eiszapfen aus Zuckerguss hingen vom Dach herab, die Fenster waren aus farbigem Transparentpapier und von innen erleuchtet (was damals noch eine Seltenheit war). Aus der Tür trat gerade die Hexe mit einer Katze auf dem Rücken. Am Zaun, der ebenfalls aus Keksen bestand, standen Hänsel und Gretel. Aus dem Kamin stieg dicker Rauch aus Watte und auch auf dem Boden rings um das Häuschen lag dicker Watteschnee. Es war einfach ein Traum von einem Knusperhäuschen und ich wünschte mir nichts sehnlicher, als dieses Häuschen zu besitzen.

Natürlich wusste ich, dass das nicht möglich war. Das Häuschen stand zu Dekorationszwecken im Fenster der Apotheke. Das hatte mir meine Mutter schon oft erklärt. Aber es war so wunderschön. Also zog ich meinen Opa zu diesem Fenster, zeigte ihm mein Traumhäuschen, machte ihn ausführlich auf Hänsel, Gretel, die Hexe, die Katze, die Eiszapfen und einige besonders bunte Plätzchen aufmerksam. Wir gingen dann weiter. Aber auf dem Rückweg, als wir wieder an dem Schaufenster vorbeikamen, fasste mein Opa plötzlich einen Entschluss. Er nahm mich bei der Hand und betrat die Apotheke. Eine Angestellte kam auf uns zu und fragte nach unseren Wünschen. Mein Opa fragte, was denn das Knusperhäuschen im Fenster kosten würde. Mein Herz tat einen Sprung. Sollte es doch möglich sein, dass sich mein Wunsch erfüllte? Was die Verkäuferin antwortete, weiß ich nicht mehr. Vermutlich erklärte sie, das Häuschen sei unverkäuflich. Doch mein Opa begnügte sich nicht mit dieser Antwort, sondern wollte den Filialleiter sprechen. Auch was die beiden Männer miteinander verhandelten, weiß ich nicht mehr. Sie sprachen ziemlich lange. Schließlich beugte sich mein Opa zu mir hinab und sagte: „Für 100 Mark können wir das Häuschen haben. Aber das ist mir zu teuer.“

Und was tat ich, so nahe an der Erfüllung meines Herzenswunsches, der dann doch nicht zustande kam? War ich maßlos enttäuscht? Quengelte ich den ganzen Weg nachhause, mein Opa solle mir trotzdem das Häuschen kaufen? Nichts von alledem. Ich weiß noch, dass ich glücklich neben ihm nach Hause hüpfte, wo wir meiner Mutter von dem aufregenden Erlebnis berichteten.

Denn mein Opa hatte mir etwas viel größeres geschenkt als ein Knusperhäuschen. Er hatte mir signalisiert, dass ich und meine Wünsche ihm etwas bedeuteten. Und er hatte mir gezeigt, dass es in Ordnung ist, auch scheinbar unsinnige Wünsche zu hegen. Nicht immer konnten sie erfüllt werden. Aber man konnte es versuchen - ein gutes Lebensmotto!

Liebe Familien, jetzt kommt die Zeit des Wünschens und Beschenktwerdens. Viele Wünsche, die Ihre Kinder haben, werden Sie für unsinnig oder zu teuer halten. Und es ist gut, nicht alle Wünsche bedingungslos zu erfüllen. Aber einen Wunsch ihres Kindes können Sie immer erfüllen: den Wunsch gesehen, beachtet und geliebt zu werden.

Text: Ursula Trüper

 

 

Mit diesen Geschenken machen Sie Ihren Kindern eine große Freude:

Schenken Sie Ihrem Kind Zeit. Organisieren Sie im Tagesablauf eine feste Zeit, in der Sie ganz und gar für Ihr Kind da sind. Dies kann zum Beispiel eine halbe Stunde vor dem Zu-Bett-Gehen sein. Erklären Sie Ihrem Kind, dass jetzt seine Zeit ist. Zeigen Sie ihm auf der Uhr, wann diese Zeit zu Ende ist. Und nun lassen Sie Ihr Kind bestimmen, was in dieser Zeit getan wird. Möchte es, dass Sie zusammen einen Riesenturm bauen, so hoch, dass Sie zum weiterbauen auf einen Stuhl steigen müssen? Möchte es mit Ihnen ein neues Tischspiel ausprobieren, Goldsterne basteln oder ein Buch anschauen? Oder etwas erzählen, während Sie ihm mit ungeteilter Aufmerksamkeit zuhören? Viele Kinder genießen es auch, wenn wir ihnen einfach mal eine halbe Stunde aufmerksam beim Spielen zusehen und Sie können dabei viel über ihr Kind erfahren. Wichtig ist, dass Ihr Handy in dieser Zeit ausgeschaltet oder außer Reichweite ist und Sie auch nicht in Gedanken den Einkaufszettel schreiben oder beginnen im Kinderzimmer aufzuräumen. Wenn Sie ihr Kind gemeinsam mit einem Partner erziehen, gestalten Sie abwechselnd eine Eltern-Kind-Zeit. Wenn Sie mehrere Kinder haben, fangen Sie mit dem jüngsten Kind an und geben Sie jedem Kind die gleiche Zeit und Aufmerksamkeit, nacheinander oder auch an aufeinander folgenden Tagen. Sagen Sie Ihrem Kind bereits am Morgen, dass es heute Abend Papa- bzw. Mama-Zeit hat. Dann kann es sich den Tag über darauf einstellen und überlegen, was es mit Ihnen machen möchte.

Wenn Ihrem Kind mal gar nichts einfällt, was es mit Ihnen in Ihrer gemeinsamen Zeit machen möchte, schauen Sie doch mal in diesen Internet-Adventskalender von der Uni-München. Aber denken Sie immer daran: Das sind nur Vorschläge - Ihr Kind ist der Bestimmer /die Bestimmerin!

https://www.beki-hope.com/sprachadvent

 

Schenken Sie sich und Ihrem Kind den Abschied vom Rotstiftblick. Gewöhnlich fällt uns im gemeinsamen Alltag vor allem das auf, was nicht klappt und wir kommentieren das, was noch besser sein müsste. Auch mit uns selbst gehen wir häufig so um. Sagt uns jemand beispielsweise: Du siehst heute aber gut aus! Dann antworten wir sowas wie: Naja, zwei Kilo müssten eigentlich noch runter. Oder: Ach, das Kleid ist doch uralt! Man nennt diese Art, auf sich selbst oder andere zu schauen, einen defizitorientierten Blick oder den „Rotstiftblick“. Wie beim Diktat in der Schule werden mit dem roten Stift nicht die vielen richtig geschriebenen Wörter angestrichen, sondern nur die Fehler hervorgehoben. Versuchen Sie es doch einmal andersrum: schauen Sie mal auf das Positive, auf alles, was gut klappt, was ihr Kind schon kann und was Ihnen an ihrem Kind gefällt. Und fragen Sie auch sich selbst zum Beispiel abends vorm Einschlafen: Was habe ich heute gut und richtig gemacht? Worauf kann ich stolz sein? Was gefällt mir an mir?

Es ist gar nicht so einfach und häufig ungewohnt, sich auf das Positive zu fokussieren. Wir übersehen oft, dass unsere Kinder den überwiegenden Teil der Zeit kooperieren und dass sie Tag für Tag etwas dazu lernen, mal in kleinen und mal in großen Schritten. Bevor Ihr Kind angefangen hat, mit den Händen zu essen, hat es vielleicht schon dreimal versucht, den Reis mit der Gabel aufzupieksen. Und bevor es den Wutanfall des Jahrhunderts hatte, war es vielleicht den ganzen Tag in der Kita ein friedvolles Kind. Machen Sie also ihrem Kind und sich selbst ein Geschenk und versuchen Sie mal, vor allem die positiven Dinge zu benennen. Es geht nicht darum, Kinder für alltägliche Dinge zu loben, sondern darum, alle ihre Mühen und Initiativen wahrzunehmen statt nur die negativen Ausrutscher. Sehe ich zum Beispiel ein chaotisch unordentliches Zimmer oder sehe ich, dass mein Kind sich gerade eine beachtliche Zeit lang alleine beschäftigt hat (was man auch sehen kann) und sage: „Danke, dass Du dich allein beschäftigt hast, damit ich kochen konnte. Und nach dem Essen räumen wir auf, okay?“ Sehe ich, dass ich es geschafft habe in Anwesenheit eines Kleinkindes zu kochen ohne dass sich jemand verbrannt oder in die Steckdose gefasst hat oder sehe ich nur das Chaos dass in der Küche entstanden ist?

 

Schenken Sie Ihrem Kind Möglichkeiten zum Forschen und Lernen. Wenn Sie erleben, dass Ihr Kind hochkonzentriert in eine Sache vertieft ist, dann können Sie sicher sein, dass sein Gehirn gerade auf Hochtouren arbeitet. In diesen Phasen vernetzen sich die Neuronen miteinander und es findet Lernen statt. Oft wiederholt Ihr Kind dann bestimmte Handlungen wieder und wieder, beispielsweise eine Flüssigkeit von einem Gefäß ins andere zu schütten. Natürlich möchten Sie nicht, dass Ihr Kind seinen Tee in sein Müslischälchen gießt oder umgekehrt. Ihr Kind führt aber gerade physikalische Studien durch und lernt einiges über Rauminhalte usw. Ermöglichen Sie ihm also andere Gelegenheiten zum Umschütten, zum Beispiel beim Baden mit genügend Zeit und unterschiedlichen Gefäßen in der Wanne. Nehmen Sie diese „Arbeiten“ ihres Kindes ernst und überlegen Sie, ob Unterbrechungen sein müssen bzw. wo und wie Sie ihrem Kind dann vergleichbare Erfahrungen ermöglichen können, sei es zum Schneiden, Matschen, Kreischen, Stampfen oder ….

Schenken Sie Ihrem Kind Be(ob)achtung. Vielleicht haben Sie auch Lust, Fotos von Ihrem Kind zu machen, wie es sich mit Hingabe in eine Sache vertieft. Dann fordern Sie Ihr Kind nicht auf, in die Kamera zu lächeln, sondern fotografieren Sie das Kind bei seiner Arbeit. Sie könnten sogar ein kleines Heft für Ihr Kind anlegen, in das Sie diese Fotos einkleben und dazuschreiben, was Ihr Kind zu dem Foto oder zu seiner Tätigkeit sagt. Diese wertschätzende Be(ob)achtung fördert das Selbstwertgefühl Ihres Kindes und zeigt ihm, wie es lernt und neue Kompetenzen erwirbt. Wenn ich etwas nicht kann, kann ich es lernen – das ist eine gute Einstellung, die Ihr Kind auch in der Schule braucht.

 

Kinder sind Sammler und Jäger und lieben es, kleine Schätze zu finden, aufzubewahren und gemeinsam zu bestaunen. Schenken Sie Ihrem Kind solche Schätze in Form von Dingen, die sein Denken und seine Phantasie anregen und mit denen es wichtige Erfahrungen sammeln kann.

 

Für ältere Kinder (oder mit ihnen) können Sie eine Staunkiste, eine Art kleines privates Mini-Museum einrichten. Sammeln Sie verschiedene kuriose, besondere und überhaupt staunenswerte Dinge in einer schön verzierten Kiste oder als Ausstellung in mehreren Gläsern. Wenn Sie möchten, können Sie die Sammlungen unter ein Motto stellen, z.B. als Naturwissenschaftskiste, Ahnenkiste (mit Dingen aus ihrer Familiengeschichte), als Länderkiste z.B. vom letzten Familienurlaub, als Dinosaurierkiste, … Je nach Interesse ihres Kindes könnten spannenden Sammlerstücke zum Beispiel sein: ein altes Fieberthermometer, antiquierte Münzen oder Geldstücke aus anderen Ländern, besondere Muscheln, Steine oder Versteinerungen, ein altes Handy oder das Innenleben eines elektronischen Gerätes, alte Fotos, eine Matroschka, ein altes Kellerschloss,…

Holen Sie diese Kiste gelegentlich heraus und staunen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind. Das fördert die Phantasie Ihres Kindes enorm und dient ganz nebenbei der Sprachförderung. Schöne Anregungen dafür finden Sie in diesem Video von Christel van Dieken unter dem Titel Wunderkammern in der Kita – Zeit zum Staunen:

https://www.youtube.com/watch?v=ZV5vZ2qwdkc

 

Auch für jüngere Kinder können Sie Forscherkisten einrichten, frei nach dem Motto: "Kinder brauchen kein Spielzeug, sondern Zeug zum Spielen." (Christel van Dieken). Meine jüngere Schwester und ich spielten am liebsten mit den unzähligen Wäscheklammern im Bad. Noch heute hat meine Mama alte Holzklammern mit aufgemalten Namen und Gesichtern in ihrem Bestand. Magnetische Anuiehungskraft hatte auch die Kiste mit den (in meiner Erinnerung TAUSENDEN) Knöpfen. Stundenlang konnten wir uns damit beschäftigen. Vielleicht haben Sie auch solche Erinnerungen? Schenken Sie auch Ihren Kindern Erfahrungen dieser Art! Spielanregend sind zum Beispiel viele Haushaltsgegenstände wie Klammern, Dosen, Papprollen, Korken, Trichter, Knöpfe, Tücher, Schlüssel etc. oder auch Naturmaterialien wie Stöcke, Tannenzapfen. Verpacken Sie diese in Körbe, Kisten, Gläser, Eimer, Koffer oder Taschen und Sie werden sehen, dass diese Ihr(e) Kind(er) zum Gucken, Anfassen, Ausprobieren, Umfüllen und Transportieren einladen. Die Erfahrungen, die Ihr Kind dabei machen kann, fördern seine motorische und geistige Entwicklung, seine Kreativität und Intelligenz. Und natürlich dienen sie ebenfalls der Sprachförderung, wenn Sie die Gegenstände und die Tätigkeiten Ihres Kindes damit benennen. Besonders schön: diese Gegenstände kosten (fast) nichts.

Weitere schöne Ideen für Kinder im Krippenalter finden Sie in diesen beiden Videos von Christel van Dieken unter dem Titel "Spielmaterialien aus dem Alltag für die Krippe - qualitätsvoll und kostenlos:

 

https://www.youtube.com/watch?v=0vP52bswaqc

https://www.youtube.com/watch?v=SvwMufBD2eo

 

 

AUS DER PRAXIS

Bundesweiter Vorlesetag

 

Bundesweiter Vorlesetag am 20.11.2020

Jahresthema 2020: Europa und die Welt

Weltkarte Jada

In der Kita Entdeckerland in Berlin Friedrichshain

Wir haben uns mit der Vielfalt in unserer Einrichtung beschäftigt. Die Weltkarte zeigt: bei uns sind Kinder unterschiedlicher Herkunftskulturen zuhause.

Vielfalt

Wir sind alle verschieden und trotzdem haben wir alle die gleichen Rechte. Deswegen stand auch das Thema Kinderrechte im Mittelpunkt des Tages. Passend dazu haben wir die Kita mit der UN-Kinderrechtekonvention (unterzeichnet am 20.11.1989) ausgestattet.

Hämmernder Junge

Passend zum diesjährigen Thema des Vorlesetags haben wir außerdem viele neue Bücher für die Kinder in unserer Kita angeschafft.

Was am Vorlesetag in unserer Kita geschah

 

Die Eltern sind dabei!

In der Krippe liest die Mama von Amilia die Geschichte „Wie die Schildkröte zu ihrem Panzer kam“ aus Kenia vor.

Im Elementarbereich liest die Mama von Filip das Buch „Mach die Tür auf, Jonathan!“ und die Mama von Selma das Buch „Wo bist du, Weihnachtsmann?“ vor.

Bücherkreis
Ich bin ein Kind und habe Rechte

Alle machen mit!

In allen Gruppen lesen die pädagogischen Fachkräfte den Kindern Bücher vor. In der Vorschule ist das Buch „Ich bin ein Kind und ich habe Rechte“ unterwegs und wird mit den Kindern besprochen.

Manuela Naso erzählt Pinocchio

Manuela, zusätzliche Fachkraft im Bundesprogramm Sprach- Kitas, liest die Geschichte „Pinocchio und der Riesenhai“ auf Italienisch und Deutsch vor.

Edith Karimi mit Kamishibai

Edith, ebenfalls zusätzliche Fachkraft im Bundesprogramm, führt das Buch „Ich will schmusen“ auf und präsentiert die Kinderrechte in Form einer Kamishibai-Vorstellung.

Vorlesewoche in der Kita Entdeckerland in Lichtenberg

 

Der jährliche bundesweite Vorlesetag hat uns in diesem Jahr dazu inspiriert für die Kinder unserer Kita Kamishibai-Theater und Bilderbuchkino anzubieten.

 

Eltern dürfen derzeit ja nur sehr eingeschränkt in die Kita. Also sprangen die zusätzlichen Fachkräfte im Bundesprogramm Sprach-Kitas Ulrike und Nadia sowie die Leitung der Kita, Heike Schönknecht, in die Bresche und bereiteten je eine Geschichte vor: "St. Martin mit Emma und Paul" und "Benno Bär" als Kamishibai sowie "Die Steinsuppe" als selbstgestaltetes Bilderbuchkino.

 

Ulrike Marte mit Kamishibai

Rund um die Geschichten gab es Mitmachaktionen wie Klanggeschichten, Fühlsäckchen, Gemüse-Klatschzeichen und eine sehr verschlafene Fee aus dem Kinoland.

Kinofee

Die Kinder ließen sich verzaubern und tauchten begeistert ein in die Welt der Geschichten und der Fantasie. Die Vorlesewoche fand für neun Gruppen in der Zeit vom 16.11. - 26.11. in unserem gemütlich umgeräumten Wagenraum statt - ein schöner Auftakt für die traditionellen Montagsmärchen in der Adventszeit, die sich nun fast nahtlos daran anschließen.

Heike Schönknecht

 

Buchtipps

María Isabel Sánchez Vegara: Little People, BIG DREAMS. Suhrkamp Verlag. 13,95 €

In der Reihe sind über 20 Bücher erschienen über so verschiedene Menschen wie die Klimaschützerin Greta Thunberg, den amerikanischen Boxer Muhamad Ali, die Kinderbuchautorin Astrid Lindgren, den Astro-Physiker Stephen Hawking, die Modemacherin Coco Chanel usw. All diesen Persönlichkeiten ist gemeinsam, dass sie als Kinder große Wünsche an das Leben hatten, nie mit dem Wünschen aufhörten und sich schließlich ihre Wünsche erfüllten. Ab 4 Jahren. Mehr über diese Reihe: https://www.suhrkamp.de/Little-People-Big Dreams_1527.html

Little People

Gunilla Bergström: Was schenkst du deinem Papa, Willi Wiberg? Verlag Friedrich Oetinger. 13,00 €

Dieses Buch handelt nicht von Weihnachten, aber behandelt ein Problem, vor dem viele Kinder an Weihnachten stehen. Willi Wibergs Papa hat nämlich morgen Geburtstag und Willi weiß immer noch nicht, was er ihm schenken soll. Papa wünscht sich nur eins: ein liebes Kind. Willi Wiberg findet das ziemlich doof. Das ist doch kein richtiges Geschenk, das man ein- und auspacken kann! Da hat Willi eine Idee. Zusammen mit Viktor und Milla bereitet er die Geschenke für Papas Geburtstag vor. Am Ende freut sich Papa riesig und der Geburtstag wird unvergesslich. Ab 4 Jahren.

Willi Wiberg

Susana Gómez Redondo und Sonja Wimmer: Am Tag, als Saída zu uns kam. Peter Hammer Verlag 15,90

Saída kommt im Winter mit Koffer und ohne ein Wort. Das Mädchen, das ihre Freundin werden will, beginnt nach Saídas Wörtern zu suchen: unter Tischen, zwischen Stiften, in Manteltaschen und Heften. Als sie versteht, dass Saída ihre Sprache nicht verloren hat, sondern mit ihren Wörtern in diesem fremden Land nichts anfangen kann, beginnen sie zu tauschen: fremde Wörter gegen eigene, neue Laute gegen vertraute, blumengleiche Schriftzeichen gegen Buchstaben aus Balken und Kreisen. Darüber vergeht der Winter, werden sie Freundinnen, jede reicher durch die Welt der anderen. Das Bilderbuch erzählt poetisch, mit traumhaften Bildern von der Begegnung zweier Kinder aus verschiedenen Kulturen, die forschend und spielend Fremdes zu Eigenem machen.

 

Saida

Aida S. de Rodriguez: Es geht auch ohne Strafen! Kinder auf Augenhöhe begleiten. - Impulse für Familie, Kita und Schule. Kösel-Verlag. 18,00 €

Vielleicht wünschen Sie sich nichts sehnlicher, als friedlich mit Ihren Kindern zusammenzuleben ohne antreiben, ermahnen und ausschimpfen zu müssen. Dieses Buch zeigt konkret, wie Zusammenleben und -lernen mit Kindern ohne Strafen gelingt als Begleitung auf Augenhöhe - in Familie, Kita und Schule. Mehr über die Autorin: http://aidasderodriguez.de/

Rodriguez

Aktuelles

aus dem Berliner Institut für Kleinkindpädagogik